Geschichte

Im Jahre 1844 gründete Johannes Ganz, Grafiker und später Fotograf (Daguerrotypie), die erste Firma Ganz in Zürich.

Er entwickelte einen dekorativen, professionellen Lichtbildprojektor für Universitäten, Schulen, kirchliche Institutionen und ähnliche Zwecke. Sein Gerät war wegen des innovativen Petrolbrenners heller als alle anderen.

Er taufte den erfolgreichen Projektor Pinakoskop.
Pinakoskope mit den Initialen JG sind heute in grossen technischen und wissenschaftlichen Sammlungen überall auf der Welt vertreten.

Um 1870 hatte Rudolf Ganz das Geschäft von Firmengründer und Vater Johannes übernommen. Im Eigenbau entstanden Projektionsapparte mit hellen, elektrischen Projektions- lampen, welche das damalige Diapositivformat 8.5x10 cm brillant ausleuchteten und auf weite Distanzen projizierten.

Der Beleuchtungskörper erzeugte zwar noch immer grosse Wärme, aufgrund der neuer Kaminkonstruktion aber weniger Rauch. Im übrigen war Rudolf Ganz ein geselliger Typ, dem das Geschäft nicht das Wichtigste schien.


Emil Ganz übernahm, wie bereits die Vorväter, das Geschäft von Vater Rudolf an der Bahnhofstrasse in Zürich. Zusätzlich zur Fotografie und zur Herstellung von Diapositiven importierte Emil erstmals Projektions- und Präzisions-Apparate namhafter europäischer und amerikanischer Hersteller. Er verkaufte die Apparate als Handelsware hauptsächlich für wissenschaftliche Zwecke.

Um 1920 vertrieb er die ersten 16mm Kinoapparate der Weltmarke Zeiss-Ikon aus Dresden und Stuttgart als Schweizer Generalvertreter.


Thomas Ganz baute 1982 aufgrund der erfolgreichen audiovisuellen Installationen mit analoger Technik an der Expo 1964 und weiteren internationalen Ausstellungen die von Vater Emil 1902 gegründete Ganz & Co. zu einer Aktiengesellschaft aus. Das vormalige Spezialgeschäft für Projektion wurde zum professionellen Anbieter von Multimedia- und Kino-Einrichtungen.

Thomas Ganz konstruierte Eigenfabrikate (GZ Projektoren), vertrat Eigenmarken (Visalux) und namhafte Hersteller (Kodak, Eiki, Christie, Isco etc.). Er ermöglichte die Verselbständigung des Kinobereichs unter Walter Voigt zur damaligen Audio-Ciné Walter Voigt AG.

Catherine Ganz hatte die Führung 1998 von Ihrem Vater Thomas Ganz übernommen und vollzog vor der Jahrtausendwende den Schritt von der analogen zur digitalen Bild- und Tontechnik.

Die heutige AV Ganz AG gründet auf dem von 5 Generationen Ganz geführten Familienunternehmen und wurde Markus Schinabeck von Catherine Ganz 2007 zur Nachfolge übergeben.

Seit 2009 bin ich wieder selbstständig als Gestalterin tätig, u.a. zusammen mit Alois Ellmauer (www.dioramanea.com). Besonders interessieren mich heute der Flügelaltar sowie Licht und Farben der Dämmerung.

www.catherineganz.ch